JUSTIN HARTFIELD

WAS THC MACHT · 4:05

Was ist THC und was macht es im Gehirn?

Was ist THC? Es ist das Molekül in Cannabis, das dich high macht, und in deinem Gehirn hält es eine eingebaute Bremse, das CB1-Schloss, überall gleichzeitig gedrückt.

Was ist THC? Was es wirklich in deinem Gehirn macht Auf YouTube ansehen Abonnieren

Video auf Englisch mit deutschen Untertiteln (CC-Taste). Das vollständige Transkript steht darunter.

Was macht THC im Gehirn, wie wirkt THC, und wie macht Cannabis high? Hier siehst du den CB1-Rezeptor, das Rückwärtssignal, das deine eigenen Cannabinoide senden, wo im Gehirn THC wirkt, warum THC das Gedächtnis beeinflusst, ob Cannabis Dopamin freisetzt und ob Kiffen dein Gehirn dauerhaft verändert.

Die ganze Antwort

Was macht THC im Gehirn?

Was macht THC im Gehirn? Es hält eine Bremse gedrückt, die dein Gehirn schon hat, ein Schloss namens CB1, überall gleichzeitig und stundenlang, und das ist das High. Dein eigenes Gehirn tippt sie nur kurz an, dort, wo eine Zelle zu viel zu tun bekommt. Ich bin Justin Hartfield und seit fünfundzwanzig Jahren im Cannabis-Geschäft, und die meiste Zeit davon habe ich nie gefragt, was es da drin eigentlich macht.

Was ist THC?

Was ist THC? Tetrahydrocannabinol, das wichtigste Molekül in Cannabis, das dich high macht.

Seit mindestens 2.500 Jahren verbrennen Menschen diese Pflanze, um high zu werden.

1964 isolierten zwei Chemiker in Israel endlich das Molekül, das dafür verantwortlich ist. THC.

Erst 1988 fand man heraus, wo es andockt. Ein Schloss in deinem Gehirn, in das THC passt.

CBD, das andere berühmte Cannabis-Molekül. Überraschung: Es berührt dieses Schloss kaum.

Wie wirkt THC?

Wie wirkt THC? Es gleitet in CB1 wie ein Schlüssel in ein Schloss, und man könnte leicht glauben, das Schloss sei für die Pflanze da.

Aber dieses Schloss ist Hunderte Millionen Jahre älter als die Pflanze.

Es wurde also für etwas gebaut, das dein eigener Körper herstellt. Du bist dein ganzes Leben lang high gewesen, und niemand hat es dir gesagt.

Wie macht Cannabis high?

Wie macht Cannabis high? Du siehst es an einer einzigen Verbindung zwischen zwei Gehirnzellen.

Das ist eine Synapse. Du hast etwa hundert Billionen davon. Botschaften überqueren den Spalt nur in eine Richtung, von der oberen Zelle zur unteren.

Das Schloss sitzt auf der oberen Zelle, der sprechenden, und wenn bei der unteren Zelle zu viel ankommt, stellt sie auf der Stelle ihren eigenen Schlüssel her.

Siehst du das? Die untere Zelle schneidet 2-AG aus ihrer eigenen Membran und schickt es rückwärts. Gegen den Verkehr.

Dein Gehirn stellt diesen Schlüssel nur her, wenn es ihn braucht, und baut ihn in Augenblicken wieder ab.

Das passiert gerade jetzt in deinem Kopf. Irgendwo hinter deinen Augen hat eine Zelle gerade gefeuert, und eine andere sagt ihr schon, sie soll es ruhiger angehen.

THC hält die Schlösser ein Stück weit offen, ob die Zelle danach fragt oder nicht. Und deine eigene Bremse kommt schwerer durch. Jetzt stell dir das überall gleichzeitig vor. Das ist das High.

Deine Enzyme können THC nicht schneiden. Deine Leber muss es abbauen. Das ist ein Grund, warum ein High Stunden dauert, nicht Augenblicke.

Wo im Gehirn wirkt THC?

Wo im Gehirn wirkt THC? Es erreicht jeden Teil, der das Schloss hat, und eine Kartierung von 1990 zeigte das Schloss am dichtesten in den tiefen Bewegungszentren, im Hippocampus und im Kleinhirn, und reichlich auch in der ganzen Großhirnrinde. Ein High verändert also gleichzeitig, wie du dich bewegst und wie du denkst.

Warum beeinflusst THC das Gedächtnis?

Warum beeinflusst THC das Gedächtnis? Der Hippocampus, wo aus heute Erinnerung wird, ist voller CB1, und THC bremst ihn ständig. Eine Übersichtsarbeit von 2006 über Studien aus Jahrzehnten kam zu dem Schluss, dass es dir unter THC schwerer fällt, dich an das zu erinnern, was du lernst, während du high bist, nicht aber an das, was du vorher gelernt hast, und dass das mit dem High vergeht.

Setzt Cannabis Dopamin frei?

Setzt Cannabis Dopamin frei? Ja, ein wenig, und zwar über dieselbe Bremse: In Hirnschnitten von Ratten dämpfte ein THC-ähnlicher Wirkstoff die Zellen, die Dopaminzellen normalerweise zurückhalten. 2015 werteten niederländische und britische Forscher gemeinsam die Hirnscans von zwanzig Menschen aus, die THC bekommen hatten, und fanden einen kleinen Dopaminanstieg im Belohnungszentrum, bescheiden im Vergleich zu anderen Drogen.

Verändert Kiffen das Gehirn dauerhaft?

Verändert Kiffen das Gehirn dauerhaft? 2012 zeigten Scans an den US-amerikanischen National Institutes of Health weniger CB1-Schlösser in der Großhirnrinde von Männern, die täglich rauchten, und nach etwa vier Wochen ohne Cannabis waren die Schlösser wieder normal. Ob sonst etwas bleibt, ist eine größere Frage, und die beantworte ich im Video darüber, ob Kiffen Gehirnzellen abtötet.

THC leiht sich also eine Bremse, die dein Gehirn schon hatte, und hält sie überall gleichzeitig gedrückt. Der ganze Film ist auf meiner Website, unten verlinkt, und als Nächstes: Wirkt Cannabis dämpfend?

Was die Studien zeigen

Jede Aussage dieser Antwort, die Studie dahinter, wer untersucht wurde und wer die Forschung bezahlt hat. „Keine Angabe“ heißt, dass die Arbeit keinen Geldgeber nennt.

Was das Video sagtQuelleWer untersucht wurdeFinanziert von
THC hält eine Bremse gedrückt, die dein Gehirn schon hat, ein Schloss namens CB1; dein eigenes Gehirn tippt sie nur kurz an, dort, wo eine Zelle zu viel zu tun bekommt Matsuda 1990
Wilson 2001
Kreitzer 2001
Zellen und Hirnschnitte von Ratten Matsuda, Wilson: keine Angabe; Kreitzer: NINDS
…überall gleichzeitig und stundenlang, und das ist das High Grotenhermen 2003 Übersichtsarbeit keine Angabe
THC ist das wichtigste Molekül in Cannabis, das high macht Grotenhermen 2003 Übersichtsarbeit keine Angabe
Das Schloss ist viel älter als die Pflanze, also wurde es für deine eigenen Schlüssel gebaut Elphick 2012
McPartland 2006
das Gen des Schlosses im Vergleich zwischen Tierarten (Übersichtsarbeiten) keine Angabe
THC erreicht jeden Teil mit dem Schloss; eine Kartierung von 1990 zeigte es am dichtesten in den tiefen Bewegungszentren, im Hippocampus und im Kleinhirn, mit reichlich Vorkommen in der ganzen Großhirnrinde Herkenham 1990 Hirnschnitte mehrerer Säugetiere, auch vom Menschen; Erstautor am US-amerikanischen National Institute of Mental Health keine Angabe
„Ein High verändert also gleichzeitig, wie du dich bewegst und wie du denkst“ Ramaekers 2006 Menschen, 20 Konsumierende Ramaekers: keine Angabe
Eine Übersichtsarbeit von 2006 über Studien aus Jahrzehnten: THC erschwert das Erinnern an das, was man high lernt, nicht an vorher Gelerntes, und das vergeht mit dem High Ranganathan 2006 Übersichtsarbeit zu Studien am Menschen, vieles davon aus den 1970er-Jahren; Erstautor am Schizophrenia Biological Research Center des VA Connecticut (der Sprechertext stützt sich nur auf die Befunde zum akuten Gedächtnis) NIDA, NIMH
In Hirnschnitten von Ratten dämpfte ein THC-ähnlicher Wirkstoff die Zellen, die Dopaminzellen normalerweise zurückhalten Szabo 2002 Mittelhirnschnitte von Ratten (Freiburg) keine Angabe
2015 werteten niederländische und britische Forscher die Scans von zwanzig Menschen nach THC-Gabe gemeinsam aus: ein kleiner Dopaminanstieg im Belohnungszentrum, „bescheiden“ im Vergleich zu anderen Drogen Bossong 2015
Bossong 2009
Menschen, 20 gesunde Freiwillige aus zwei Studien mit 7 und 13 Teilnehmenden (Utrecht, London) 2015: britischer Medical Research Council (MRC); 2009: keine Angabe
2012 zeigten NIH-Scans weniger CB1-Schlösser in der Großhirnrinde von Männern, die täglich rauchten; nach etwa vier Wochen ohne Cannabis waren sie wieder normal Hirvonen 2012 Menschen, PET; Männer (PubMed indexiert die Probanden als männlich; das Abstract nennt kein n); online 2011, gedruckt 2012; zu den Mitautoren gehört Nora Volkow (NIDA) NIH, intramurale Forschung (NIMH)

Nächste Antworten

Alle 21 Antworten →

Woher diese Antwort kommt

Du bist dein ganzes Leben lang high gewesen, der spielbare Film

Kostenlos, auf Deutsch, Englisch und Spanisch. Die Experimente machst du selbst.

Film abspielen

Hol dir die nächste Antwort zuerst

Auf YouTube abonnieren oder eine E-Mail bekommen.